Hintergrundinformationen

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) schafft zusammen mit dem Robert Koch-Institut und dem Umweltbundesamt im Forschungsprojekt BURDEN 2020 Transparenz zur gesundheitlichen Beeinträchtigung bei ausgewählten Krankheiten unter allen Einwohnern in den Regionen Deutschlands. Das Projekt BURDEN 2020 wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert (Förderkennzeichen 01VSF17007). Im Rahmen dieses Projektes wird die Krankheitslastberechnung für Deutschland und seine Regionen unter Nutzung der Methoden der „Global Burden of Disease“ (GBD)-Studie mit entsprechenden Modifikationen und Ergänzungen durchgeführt. Ausgewählte Erkrankungen werden hierbei auf Basis der Zusammenführung verschiedener Datenquellen fokussiert betrachtet. Neben der Todesursachenstatistik, Befragungsdaten, Umweltdaten etc. werden insbesondere auch die Routinedaten des WIdO genutzt.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK befasst sich seit 1976 unter anderem mit der Analyse von Routinedaten und kann mit den daraus gewonnenen Informationen helfen, Fragen zu Krankheitsprävalenzen und der Gesundheitsversorgung zu beantworten. Diese Expertise lässt sich nutzen, um die gesundheitliche Situation der Bevölkerung in Deutschland mit einer regionalen Differenzierung umfassender zu beschreiben.

Die dargestellten Ergebnisse auf den Seiten von www.krankheitslage-deutschland.de gehen in das Projekt „BURDEN 2020 – Die Krankheitslast in Deutschland und seinen Regionen“ ein. Die Analysen greifen in Teilen auf Vorarbeiten im Rahmen dieser Studie zurück. Mit den vorliegenden Ergebnissen soll Transparenz über das Krankheitsgeschehen in Deutschland geschaffen werden. Ein umfassendes Bild zur gesundheitlichen Situation der Bevölkerung in Deutschland ist eine wichtige Voraussetzung für die Planung und Gestaltung einer zielgerichteten Gesundheitspolitik sowie von Versorgungs- und Präventionsangeboten. Es ist damit ein Schlüssel zur Verbesserung der Gesundheit in Deutschland.

Zur Methodik

Die Berechnung der Krankheitsprävalenzen zur Bestimmung der Krankheitslage in Deutschland nutzt ein im WIdO etabliertes methodisches Instrumentarium. Das Instrumentarium setzt sich aus drei Säulen zusammen:

  1. Analyse der Abrechnungsdaten der mehr als 27 Millionen AOK-Versicherten,
  2. Anwendung eines Prävalenzkonzepts, das die Herausforderung beim Umgang mit einer dynamischen, offenen Kohorte berücksichtigt und
  3. ein alters-, geschlechts- und morbiditätsadjustierendes Hochrechnungsverfahren, das basierend auf den Routinedaten der AOK-Versicherten Aussagen über alle Einwohner in den Regionen Deutschlands erlaubt.

Die so gewonnenen Ergebnisse können dafür genutzt werden, die gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung im Rahmen einer Krankheitslastberechnung zu ermitteln.

Zur Berechnung absoluter Werte wurden alle ermittelten Prävalenzen und Raten auf die mittlere Bevölkerung im für das Projekt BURDEN 2020 ausgewählten Berichtsjahr 2017 angelegt.

Die Schweregrade bzw. Folgezustände sind als BURDEN 2020-spezifische Schweregrade im Sinne der Krankheitslastberechnung und nicht als klinische Schweregrade zu verstehen. Da einige BURDEN-Schweregrad-Zustände selten vorliegen, wird ausschließlich eine bundesweite Hochrechnung nach Alter und Geschlecht – ohne Anwendung des oben genannten morbiditätsadjustierenden Verfahrens und ohne regionale Differenzierung - umgesetzt.

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